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Ganzheitliche Qualitätssicherung trifft auf hohe Nachfrage - Formnext 2025

3D-Drucker mit Infrarotkamera und Ultraschall-Prozessprüfung als Besuchermagnet – im Gespräch: Hans-Joachim Münch.

Das Forschungsprojekt AddiQ hat sich vom 18. bis 21. November 2025 erfolgreich auf der Formnext in Frankfurt präsentiert. Gemeinsam mit den Projektpartnern stellte das Konsortium seine neuesten Entwicklungen zur Qualitätssicherung in der Additiven Fertigung vor. Der Messestand in Halle 11.0, Stand F21, verzeichnete über alle vier Messetage hinweg ein hohes Besucheraufkommen und großes Interesse seitens Industrie, Forschung und Anwendungsunternehmen.

Ganzheitlicher Ansatz als Alleinstellungsmerkmal

Im Mittelpunkt des Messeauftritts stand der durchgängige, sensor- und datenbasierte Ansatz der Qualitätssicherung entlang der gesamten Wertschöpfungskette. AddiQ verbindet:

  • Material- und Filamentprüfung,
  • sensorische Prozessüberwachung,
  • sowie Bauteil- und Produktprüfung nach Fertigstellung.

Dieser umfassende Ansatz adressiert eine wesentliche Herausforderung der Branche: verlässliche, reproduzierbare und sichere Bauteile auch in Einzel- und Kleinserien herzustellen. Damit besetzt AddiQ eine Nische, die in der industriellen Praxis zunehmend an Bedeutung gewinnt. Zu den fachlichen Highlights und technischen Demonstratoren gehörten EMV- und ESD-fähige additiv gefertigte Bauteile zur Reduzierung elektromagnetischer Störeinflüsse, flammhemmende Werkstoffe für die sichere Ersatzteilfertigung im Transportwesen sowie eine Ultraschall-basierte Prozessüberwachung direkt am 3D-Drucker. Ergänzt wurde die Ausstellung durch gedruckte Musterteile und detaillierte Einblicke in Parameter- und Materialstudien. BesucherInnen konnten zudem die Projektleiter des Konsortiums persönlich treffen und sich individuell zu konkreten Anwendungsszenarien austauschen.

Hohe Nachfrage und intensiver Austausch

Die Gespräche am Stand zeigten ein deutlich steigendes Interesse an durchgängiger digitaler Qualitätssicherung, industrietauglicher Prozessstabilität, materialseitiger EMV-/ESD-Funktionalität, praxisnahen Richtlinien und Prüfmodellen sowie Lösungen für eine sichere Ersatzteilfertigung. Mehrere Unternehmen signalisierten konkretes Interesse an Folgegesprächen und potenziellen Kooperationsmöglichkeiten.

„Die Formnext 2025 hat eindrucksvoll gezeigt, wie relevant unser ganzheitlicher Ansatz für die Qualitätssicherung in der Additiven Fertigung ist. Die Gespräche vor Ort haben bestätigt, dass Industrie und Forschung genau diese durchgängige Verbindung von Materialprüfung, Prozessüberwachung und Bauteilbewertung brauchen. Unser Bündnis ist auf dem richtigen Weg – und die Messe hat uns dafür wichtigen Rückenwind gegeben.“ — Hans-Joachim Münch, Bündniskoordinator und AddiQ-Konsortialführer

Die hohe Nachfrage, die fachliche Tiefe der Gespräche und das ausgesprochen positive Feedback bestätigten die Relevanz des Forschungsansatzes und liefern wichtige Impulse für die weitere Projektarbeit.